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Eine manische Episode kann in vielen Punkten als Gegenteil der Depression gesehen werden.
Zeichen einer Manie können Euphorie, das Gefühl übermäßiger Energie, gesteigerte Aktivität, ein reduziertes Schlafbedürfnis, erhöhter Redefluß, massiv gesteigerter Sexualtrieb und Ruhelosigkeit sein. Die Wahrnehmung ist anfangs geschärft, bald aber kommt es durch die erhöhte Irritierbarkeit zu einem „Erdrücktwerden“ durch Wahrnehmungen und schließlich zur Desorganisation der Aufmerksamkeit. Bei Selbstüberschätzung, gesteigertem explorativen Verhalten („Neugier“) und eingeschränktem Urteilsvermögen kann die Risikobereitschaft deutlich steigen - mit allen für den Betroffenen/die Betroffene und seine/ihre Umgebung daraus resultierenden gesundheitlichen, familiären, finanziellen, rechtlichen etc. Folgen.
Der Gebrauch verschiedenster Drogen (v.a. Alkohol, Cocain und Schlaftabletten) steigt ebenso in einer manischen Phase.

Diese Symptome beschreiben eher den Typus der „euphorischen“ Manie, genauso kennt man aber Formen der Manie mit im Vordergrund stehender Reizbarkeit und Aggression (dysphorische, gereizte Manien).
In schweren manischen Phasen treten auch immer wieder psychotische Symptome auf. Psychotische Symptome sind Halluzinationen (z.B. das Hören nicht vorhandener Stimmen), vor allem aber Wahn, wobei Größenideen oder die Idee besondere Kräfte zu haben typische manische Wahnthemen sind. Aufgrund der mitunter sehr vielfältigen Symptomatik ist hier der Weg zur Diagnose besonders schwierig und lang, oft wird primär die Diagnose einer Schizophrenie, einer andere schwere psychiatrische Erkrankung, gestellt.

Obwohl der/die Betroffene sich - vor allem in euphorisch-manischen Phasen - meist nicht beeinträchtigt und schon gar nicht krank fühlt, sollte eine Behandlung angestrebt werden, da die Person mit Anzahl der Phasen immer häufigere und schwerere manische wie depressive Episoden erleidet und dadurch auch neurobiologische Schäden entstehen.
Eine mildere Form der Manie wird als Hypomanie bezeichnet. Menschen in dieser Stimmungslage fühlen sich in der Regel ausgezeichnet, sie können beruflich und sozial aktiv und erfolgreich sein und oft werden ihre Stimmungshochs erst in Zusammenhang mit depressiven Phasen erkannt.


Österreichische Gesellschaft für bipolare Erkrankungen